Frauengesundheit

Für mich bedeutet Frauengesundheit nicht nur die Abwesenheit von Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane, sondern auch psychische und soziale Gesundheit von Frauen und ein Sich-Wohlfühlen im eigenen Körper. Ich versuche deshalb, meine Patientinnen auf all diesen Ebenen zu begleiten und nutze eine breite Palette an Diagnose- sowie Behandlungsmethoden und berate zu verschiedenen Themen: 

  • Hormonuntersuchungen in Speichel und Blut
  • Therapeutische Frauenmassage
  • Heilpflanzen und Phytohormone
  • Aromatherapie
  • Bioidentische Hormontherapie 
  • Beratung zu Menstruationshygiene, Verhütung & Brustgesundheit
  • Geschlechtsspezifische Medizin 

Hormondiagnostik und -therapie

Hormone spielen eine zentrale Rolle für die Frauengesundheit. Wir Frauen sind ab dem Einsetzen der ersten Menstruation, der sog. Menarche, in besonderem Maße von zyklischen Rhythmen und dem Auf und Ab der Hormone geprägt. Viele frauentypische Beschwerden hängen direkt oder indirekt mit unserem Hormonhaushalt zusammen, so z.B.: 

  • Menstruationsbeschwerden und Zyklusanomalien
  • PCOS, Myome, Zysten 
  • Unerfüllter Kinderwunsch, Post-Pill-Syndrom
  • Libidostörungen
  • Wechseljahrsbeschwerden

aber auch 

  • Rezidivierende Blasenentzündungen
  • Depressive Verstimmungen
  • Hautunreinheiten und Haarausfall

Eine hormonelle Schieflage lässt sich z.B. über eine Blutuntersuchung oder die nicht-invasive Speichelanalyse ermitteln, manchmal gibt aber bereits das Anamnesegespräch Aufschluss. Mögliche Therapieoptionen ergeben sich aus Art und Ausmaß der Dysbalance, wie z.B. der Einsatz von Heilpflanzen mit hormoneller Wirkung oder die Bioidentische Hormontherapie. Bioidentische Hormone sind den körpereigenen Hormonen biochemisch gleich und werden ebenfalls aus einer Pflanze (meist der Yamswurzel) gewonnen. Als Heilpraktikerin verordne ich hier ausschließlich niedrig dosierte Mittel, meist Crèmes, bis zu einer D4-Potenz. Heilpflanzen- oder Aromarezepturen sind sehr viel höher dosiert und werden von mir gerne als Tee, Tinktur, Vaginalzäpfchen oder Öl zur äußerlichen Anwendung eingesetzt. 

Therapeutische Frauenmassage (TFM)

Die Therapeutische Frauenmassage wurde als Teil der “Gentle Birth Method” von der Gynäkologin Dr. Gowri Motha in London entwickelt, und kommt dort noch heute in der Geburtsvorbereitung zum Einsatz. Die TFM nutzt sanfte, aber tiefgehende Streichungen an Bauch und Becken der Frau, um Drainagekanäle zu öffnen, für eine bessere Gewebedurchblutung und -durchwärmung zu sorgen und Gewebe zu reponieren. Die Massage wird mit hochwertigen Ölen durchgeführt und als sehr angenehm empfunden.

In meiner Praxis arbeite ich hauptsächlich mit Oliven-, Mandel- und Hagebuttenkernöl sowie Zusätzen von Ätherischen Ölen wie Muskatellersalbei, Sandelholz, Ylang-Ylang oder Zypresse. Die Auswahl der Öle erfolgt nach Ihren Beschwerden und natürlich Ihrem persönlichen Geschmack sowie evtl. Allergien. 

Besonders gerne nachgefragt wird die TFM in meiner Praxis bei: 

  • Zyklusbeschwerden, v.a. zu schwache/ausbleibende Blutung und Unregelmäßigkeiten in der Zykluslänge 
  • PCOS (Polyzystisches Ovarialsyndrom)
  • Unerfüllter Kinderwunsch
  • Libidostörungen
  • Als Begleitung beim Absetzen der Pille
  • Wechseljahrsbeschwerden, v.a. Schlafstörungen, Bluthochdruck, Hitzewallungen
  • Senkungsbeschwerden von Blase und Gebärmutter
  • Bei Verdauungsbeschwerden

Geschlechtsspezifische Medizin und psychosoziale Frauengesundheit

In der Medizin wurde jahrhundertelang so getan, als gäbe es nur ein Geschlecht: das männliche. Noch heute werden Medikamentenstudien und Dosierungen vorwiegend an Männern getestet, da das Studiendesign ohne störende Zyklusschwankungen einfacher ist. Der Metabolismus der Frau sowie die kleinere Körpergröße und geringere Muskelmasse werden nicht berücksichtigt. Lediglich Gynäkologie und Geburtshilfe machen hier einen Unterschied. Dabei erkranken Frauen anders als Männer, sie entwickeln andere Symptome, reagieren anders auf Arzneimittel und unterliegen anderen psychischen Belastungen. Das medizinische Fachgebiet, das versucht, diesem Unterschied gerecht zu werden, ist die sog. Gender- bzw. geschlechtsspezifische Medizin. In meiner Praxis arbeite ich nach deren Gesichtspunkten. 

Dazu gehört auch, soziale Rollen und die Psyche(n) der Frauen mit einzubeziehen. Trotz mehrerer Emanzipationswellen verdienen Frauen heute immer noch weniger, sind häufiger Doppel- / Mehrfachbelastungen ausgesetzt, und machen mehr unbezahlte Arbeit wie z.B. die Pflege der Eltern und Kindererziehung. Viele meiner Patientinnen berichten, dass sie sich völlig gestresst und zerrissen fühlen zwischen den Erwartungen, die direkt oder indirekt an sie gestellt werden: Der Körper soll schlank und sexy sein und möglichst gleichbleibend jugendlich, sie sollen gleichzeitig eine gute Mutter und erfolgreich im Beruf sein. 

Ich möchte meine Patientinnen zu mehr Selbstbewusstsein und Emanzipation ermutigen. Wir müssen nicht alles schaffen und dürfen sein wie wir sind. Unsere Frauenkörper sind nicht genormt, wir müssen keinem Schönheitsideal entsprechen, und wir müssen nicht permanent verfügbar und „bequem“ sein. Auch die Wechseljahre sind keine Krankheit, sondern eine Zeit des hormonellen Umbruchs, des Reifens und Wachsens. Frauengesundheit bedeutet: emotionale Gesundheit und Freiheit, vielleicht mehr noch als die körperliche Unversehrtheit. Seien Sie stolze Frauen und lassen Sie sich nicht von Werbeplakaten, falschen Leistungsansprüchen oder eingeimpften negativen Mustern begrenzen!